BRP

Was ist die Berufsreifeprüfung

Die Berufsreifeprüfung (Abkürzung BRP) wird auch bezeichnet als Berufsmatura oder Berufsreifematura und ist die Zentralmatura für Berufstätige und Personen, die sich nicht mehr in der Schule befinden. Im Gegensatz zur Studienberechtigungsprüfung ist die Berufsreifeprüfung absolut gleichwertig zur normalen Reifeprüfung. Du hast somit mit einer erfolgreich absolvierten Berufsreifeprüfung uneingeschränkten Zugang zu allen Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien und Kollegs und kannst jederzeit dein Studienfach wechseln.

Es gibt außerdem die Möglichkeit im Zuge der Lehre ebenfalls die Berufsreifeprüfung abzulegen (Lehre mit Matura). Dieses Modell ist besonders dann interessant, wenn nach der Lehre auch alle anderen Optionen der Berufswahl und weiteren Ausbildung offenstehen sollen.

Die Berufsreifeprüfung besteht prinzipiell aus vier Teilprüfungen, die in den Fächern Mathematik, Deutsch, einer lebenden Fremdsprache und einem Fachbereich absolviert werden müssen. Die Prüfung des Fachbereichs ist entweder eine schriftliche Klausur (5 Stunden) mit anschließender mündlicher Prüfung über ein Thema aus dem Berufsfeld (erlernt oder ausgeübter Beruf) oder eine projektorientierte Arbeit inkl. Präsentation und Diskussion.

Die SRDP Klausuren in Mathematik, Deutsch und einer lebenden Fremdsprache sind ident mit der Zentralmatura und werden durch eine standardisierte Klausur getestet (SRDP = standardisierte Reife- und Diplomprüfung). Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung kann generell für jede Prüfung im Selbststudium erfolgen, man kann sich jedoch auch im Fernstudium oder in Vorbereitungslehrgängen bzw. Vorbereitungskursen auf die Reifeprüfung vorbereiten. Welche Möglichkeit davon die beste ist, hängt ganz von dir ab. Ob du dich zeitgleich auf alle 4 oder nur jeweils auf 1 der Prüfungen vorbereitest, liegt auch ganz bei dir.

Competenz4u bietet dir einen vollständigen Vorbereitungskurs für die Berufsreifeprüfung in Mathematik und deckt damit in online Videotutorials den gesamten Stoff der Berufsreifeprüfung ab. Du kannst die Videos so oft du willst ansehen und somit den Stoff nicht nur lernen, sondern auch gezielt und so oft du willst wiederholen. Im Gegensatz zu den meisten Vorbereitungskursen in Präsenzunterricht hast du damit den großen Vorteil, dass du in deinem eigenen Tempo lernen kannst, keine Schritte übersprungen wurden, nicht nur einzelne, sondern alle Beispiele mit dir geübt werden und du dich nicht an einen vorgegebenen und fremdbestimmten Zeitplan halten musst, der möglicherweise nur bedingt mit deinem Leben vereinbar ist. Du kannst lernen, wann auch immer du Zeit und Lust hast, denn wir sind immer für dich da.

In unseren Videotutorials führen wir dich von den absoluten Basics in den Crashkursen bis zum Maturaniveau und begleiten dich durch sämtliche für dich relevanten Beispiele des SRDP Aufgabenpools. Dabei lassen wir keine Schritte aus und wir zeigen dir ganz genau, wie du mit deinem Taschenrechner die Beispiele schnell und effizient lösen kannst. Vor allem wirst du mit unseren Tutorials keine Schritte auswendig lernen und hoffen müssen, dass sie bei der Klausur ident sind, sondern Mathematik wirklich verstehen. So begleiten wir dich sicher und entspannt durch die Berufsreifeprüfung in Mathematik.

Vorbereitungskurs Berufsreifeprüfung

Für Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung hast du die volle Auswahl und kannst ganz individuell entscheiden, welche Option für welches Fach für dich der richtige Weg ist. Es gibt an Instituten für Erwachsenenbildung (zB BFI, WIFI, Volkshochschulen, LFI) sowie an privaten Schulen (zB Humboldt Maturaschule, Dr. Roland Maturaschule, Dr. Rampitsch Maturaschule, etc.) die Möglichkeit Vorbereitungskurse für alle Fächer zu besuchen. Des Weiteren bietet competenz4u für die Berufsreifeprüfung Mathematik die Möglichkeit, in reinen online Tutorials entweder ergänzend zu deinem Vorbereitungskurs oder ausschließlich durch die vorhandenen Tutorials einen Vorbereitungskurs zu machen. Die Vorteile des (zusätzlichen) Lernens mit competenz4u liegen dabei auf der Hand:

1. Du kannst jederzeit, wo auch immer du gerade bist und ohne zeitliche Begrenzung auf sämtliche Kursinhalte zugreifen. Wann immer du Zeit und Lust hast kannst du entweder Stoff neu lernen oder Wissen auffrischen, Teil A und Teil B Beispiele rechnen oder dir vorangegangene Klausuren ansehen und ausprobieren, wie gut du sie geschafft hättest.

2. Unsere Videotutorials sind nicht begrenzt auf einige wenige Beispiele, sondern umfassen den gesamten für dich relevanten Aufgabenpool der Teil A und Teil B Aufgaben des SRDP Aufgabenpools. Das bedeutet, du kannst jedes einzelne Beispiel in Begleitung mit der Erklärung des Videotutorials rechnen und dir für alle Aufgaben die Step by Step Erklärung ansehen.

3. Neben dem eigentlichen Stoff der Berufsreifeprüfung findest du in den Crashkursen alle Themen übersichtlich aufbereitet. Damit hast du die Möglichkeit dein Wissen von der Unterstufe aufzufrischen und alle Basics bis zum Maturaniveau übersichtlich und einfach erklärt anzusehen. Wir erklären auch hier ohne Gedankengänge oder Rechenschritte auszulassen und geben dir so die Möglichkeit einen vollständigen Überblick über alle wichtigen Zusammenhänge zu erhalten.

4. Bei uns findest du auch alle Beispiele der vergangenen Zentralmatura Klausuren einfach, mit deinem Taschenrechner oder Geogebra und Schritt für Schritt erklärt.

5. Für die letzten Wochen vor der Prüfung empfehlen wir dir die Road to 300. Egal ob du bereits gut vorbereitet bist oder noch komplettes Chaos im Kopf hast, dieser Kurs ist die richtige Wahl. In nur 300 kurzen Videos holen wir dich dort ab, wo du gerade bist und bringen dich auf Maturaniveau. Hier findest du die Zusammenstellung der wichtigsten Crashkurs Tutorials gemeinsam mit den wichtigsten Teil A und Teil B Aufgaben. Wenn du die Road to 300 gemacht hast und die Beispiele darin gut geübt hast, bist du mit Sicherheit bereits fit für die Berufsreifeprüfung.

6. Wenn du mal anstehst oder auch nicht weißt, wo du anfangen sollst kannst du dich jederzeit bei unserem Support via Email (info@competenz4u.at) oder via WhatsApp oder Telegram bei uns melden.

Denk dran: Solange du dranbleibst und dich immer wieder mit dem Stoff beschäftigst wirst du sehr schnell Fortschritte machen. Bereits ein paar Stunden pro Woche können dich bestens auf die BRP vorbereiten, also verzweifle nicht, wenn du gefühlt nicht von Null, sondern zumindest von minus 4 anfangen musst. Das haben bereits andere vor dir geschafft und die meisten davon mussten von ganz vorne anfangen und hatten auch nur begrenzt Zeit zu lernen!

Aufbau Berufsreifeprüfung

Für alle BRP Klausuren (Berufsreifeprüfung = Berufsmatura) gilt, dass sie eine Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (SRDP) sind und damit jeweils ident sind mit den datumsgleichen Klausuren der Zentralmatura. Du erhältst somit denselben Prüfungsbogen. Für Mathematik bedeutet dies: Der 1. Teil der Berufsreifeprüfung Mathematik besteht aus Aufgaben des Teil A Typs, meist 5 Stück mit jeweils 3 bis 4 streng voneinander unabhängigen Unterpunkten. Streng unabhängig bedeutet, dass du jeden Unterpunkt einzeln rechnen kannst und nicht von vorangegangenen Unterpunkten oder Ergebnissen abhängig bist. Du könntest somit auch mit dem letzten Unterpunkt anfangen, dann den zweiten und am Schluss den ersten rechnen. Die Teil A Aufgaben sind für alle Schultypen der BHS sowie für die Berufsreifeprüfung ident. Das bedeutet, dass der Teil A für jeden bei der Klausur derselbe ist.

Der 2. Teil der Berufsreifeprüfung Mathematik ist aus Beispielen des Teil B Typs, Cluster P zusammengesetzt. In diesem Teil werden meist 3 bis 4 Aufgaben gestellt, die ebenfalls je 3 bis 4 streng unabhängige Unterpunkte besitzen. Es ist hier ausschließlich der Cluster P für dich relevant und du musst keine Aufgaben von anderen Clustern üben.

Alle Klausuraufgaben werden für die Prüfungen neu geschrieben und sie können nicht zuvor im Aufgabenpool gefunden werden. Erst nach den Prüfungen werden sie in den Teil A bzw. Teil B des SRDP Aufgabenpools des Bundesministeriums für Bildung aufgenommen und sind dann durch ein * gekennzeichnet. Daran kannst du also erkennen, dass eine Aufgabe bereits zu einer Berufsreifeprüfung bzw. Zentralmatura gekommen ist.

Bei der Prüfung kannst du gleich viele Punkte durch Teil A wie durch Teil B sammeln. Da Teil A Aufgaben in ihrem Kontext reduziert sind und somit leichtere Aufgabenstellungen haben, ist es auch sinnvoll, sich in der Vorbereitung darauf zu konzentrieren. Falls du beispielsweise sämtliche Punkte im 1. Teil der BRP sammeln kannst, wärst du damit bereits positiv. Somit benötigst du den 2. Teil der Klausur mit den Teil B Aufgaben theoretisch nicht. In der Praxis ist es natürlich nie 100 % sicher, dass man alle Punkte erhält und somit lohnt es sich natürlich auch, die Teil B Aufgaben gut zu üben und auch bei der BRP einige Punkte aus diesem Teil zu sammeln.

Wenn du also bei der Prüfung bist und bemerkst, dass du dir bei dem einen oder anderen Beispiel absolut nichts einfällt, atme ein paar Mal durch und geh gleich zur nächsten Aufgabenstellung weiter. Denk dran, du musst nicht alles rechnen, um positiv zu sein. Bereits 23 von insgesamt 48 Punkten reichen für ein Genügend aus, dh wenn du die Hälfte aller Punkte sammeln kannst, hast du die Berufsmatura bestanden!

Vorbereitung Berufsreifeprüfung Mathematik

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung Mathematik beginnt mit der Entscheidung, diese Herausforderung anzunehmen. Wie lange du davor tatsächlich anfängst zu lernen, ist eine individuelle Entscheidung und vor allem auch stark davon abhängig, wie viel Zeit dir neben allen anderen Verpflichtungen noch zur Verfügung steht. Wenn du dich also fragst, ob 1 Jahr, 6 Monate oder 4 Wochen ausreichen, um die Prüfung positiv zu bestehen, dann können wir dir garantieren, dass die Antwort darauf "ja" lautet. Die intensive Phase der Vorbereitung beginnt für die meisten ohnehin erst 1-2 Monate vor dem Antritt und in dieser Zeit sammelst du am meisten Wissen und Übung. Wenn du mehr zu der Vorbereitungsdauer wissen willst, kannst du auch unseren Blog Artikel dazu durchlesen. Hier geht es jetzt weiter darum, wie du dich am besten vorbereitest:

Die von uns empfohlene Vorgangsweise bei der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung ist (für jemanden, der noch nicht sattelfest mit allen Themengebieten ist):

1. Crashkurse: Hier zeigen wir dir von den absoluten Basics und somit dem Stoff aus der Unterstufe bis zum Maturaniveau alle wichtigen Zusammenhänge und Informationen zu den Themengebieten der Berufsreifeprüfung. Du kannst damit altes Wissen auffrischen, Themen, die du nie so ganz verstanden hast, endlich verstehen und dir alle wichtigen Tipps holen, die du für deine Reifeprüfung benötigst. Bei jedem Crashkurs findest du auch gleich Teil A und Teil B Aufgaben, die genau zu dem Thema passen und von leicht bis schwierig geordnet sind. Wenn du also einen Crashkurs abgeschlossen hast, solltest du dein Wissen gleich festigen, indem du die angeschlossenen Teil A und Teil B Aufgaben rechnest und dir die Erklärungen ansiehst. Wenn du wissen willst, welche Themen in den Crashkursen auch zum Prüfungsstoff der Berufsreifeprüfung gehören, klick am besten hier.

(1b. Crashkurse für Taschenrechner Solltest du mit deinem Taschenrechner noch nicht per Du sein, helfen dir unsere Crashkurse für Grafikrechner und Rechenprogramme weiter. Wir zeigen dir die wichtigsten Funktionen von deinem TI Nspire, TI 82 / 83 / 84, Geogebra und dem Casio ClassPad II.)

2. Teil A Aufgabenpool: Im Teil A des SRDP Aufgabenpools des BMB (ehem. bifie Aufgabenpool) ist jedes einzelne Video für dich relevant. In unseren Tutorials zeigen wir dir Schritt für Schritt wie du die Beispiele mit deinem Taschenrechner lösen kannst und erklären dir verständlich, worauf du achten musst und welche Zusammenhänge hier wichtig sind. Da diese Aufgaben gleich viele Punkte wert sind bei der Berufsreifeprüfung wie Teil B Aufgaben, jedoch aufgrund ihrer Aufgabenstellung einfacher sind, solltest du sie besonders gut üben.

3. Teil B Aufgabenpool: Bei den Teil B Aufgaben des SRDP Aufgabenpools sind ausschließlich die Aufgaben des Cluster P für dich relevant. Diese Beispiele solltest du gut üben, denn auch sie können dir einige Punkte bei der Berufsreifematura bringen. Auch hier führen wir dich jeden Schritt entlang des Rechenwegs und zeigen dir mit deinem Grafikrechner oder Geogebra, wie du die Aufgabe am besten lösen kannst.

4. Klausuraufgaben Zentralmatura: Da die Berufsreifeprüfung (BRP) ident ist mit der Zentralmatura für den Cluster P solltest du gegen Ende deiner Vorbereitung auch gesamte Klausuren ansehen. So bekommst du ein Gefühl dafür, in welchen Kombinationen die Aufgaben gestellt werden und verlierst vor allem die Scheu davor, Prüfungsaufgaben zu rechnen.

5. Road to 300: Die Road to 300 ist entweder die erste Anlaufstelle oder aber die letzte. Hier findest du in 300 kurzen Videos alle relevanten Basics bis hin zu Prüfungsaufgaben Schritt für Schritt erklärt. Die Tutorials sind so ausgewählt, dass du sie als schnelle Wiederholung aller wichtigen Themen vor der Berufsreifeprüfung durchgehen kannst oder deine Vorbereitung unvergleichbar zeiteffizient gestaltest und ausschließlich dieses Videokapitel durchgehst. Unserer Erfahrung nach reichen bereits diese 300 Videos, um dich vom Status "keine Ahnung und Chaos im Kopf" auf "gut vorbereitet für die Zentralmatura" und somit durch deine Berufsreifeprüfung zu bringen.

Auf unserer Download Seite, sowie direkt bei den Videos, kannst du übrigens deine Aufgabenpools (SRDP Aufgabenpool Teil A und Teil B / Cluster P) herunterladen und hast eine jeweils tagesaktuelle Sammlung aller relevanten Aufgaben.

Prüfungsstoff - dein Lernplan für die Berufsreifeprüfung

Damit du anfangen kannst, dich auf die Berufsreifeprüfung in Mathematik vorzubereiten, ist es zuerst wichtig zu wissen, was überhaupt der Prüfungsstoff für dich (Zentralmatura Cluster P) ist. Für den Teil A gelten folgende Themengebiete als prüfungsrelevant und wir empfehlen, sie auch in dieser Reihenfolge zu lernen:

Für den Teil B ist es wichtig, dass du weißt, dass die Berufsreifeprüfung (BRP) dem Cluster P zugeordnet ist. Damit hast du für diesen 2. Teil der Klausuraufgaben folgende Kapitel zusätzlich zu den bei Teil A genannten Themen und am besten in der hier dargestellten Reihenfolge zu lernen:

Wenn du die Themen möglichst effizient lernen willst, empfehlen wir dir unsere Road to 300 zu nehmen. Hier findest du die wichtigsten Crashkurse, die dir von den absoluten Basics bis zum Maturaniveau alle wichtigen Informationen und Zusammenhänge erklären. Daneben befinden sich auch die wichtigsten Teil A und Teil B Aufgaben in diesem Kurs. Wenn du also die Road to 300 gut lernst, bist du bereits ausreichend für die BRP vorbereitet und kannst ausreichend Punkte für eine positive Note sammeln. Wenn du übrigens noch mehr Zeit zum Üben hast, solltest du nach der Road to 300 möglichst viele Teil A Aufgaben rechnen. Hier findest du in der entsprechenden Videokategorie ebenfalls Step by Step Anleitungen zu allen wichtigen Beispielen. Wenn du dich bei den Teil A Beispielen ebenfalls bereits sicher fühlst, ist der nächste Schritt, so viele Teil B Cluster P Aufgaben wie möglich zu üben. Auch durch diese Beispiele führen wir dich durch, erklären alle Zusammenhänge und Rechenschritte und zeigen dir, wie du die Aufgabe mit deinem Taschenrechner oder Geogebra löst. Damit du optimal lernen kannst, findest du auf unserer Download Seite alle PDFs des SRDP Aufgabenpools tagesaktuell gesammelt. Für dich ist der Teil A sowie der Cluster P des Teil B relevant.

Termine Berufsreifeprüfung

Jedes Jahr finden 3 Termine der Zentralmatura und Berufsreifeprüfung statt. Der Haupttermin ist immer im Mai, der erste Nebentermin befindet sich im September und der zweite Nebentermin im Jänner des darauffolgenden Jahres. Für jeden Zentralmatura Termin gibt es auch einen Termin für Kompensationsprüfungen, für den Fall, dass die Reifeprüfung bei dir nicht so gut ausgefallen ist. Du kannst damit dein Prüfungsergebnis ausbessern und verlierst so keine Zeit. Die Termine in diesem Jahr findest Du unter Zentralmatura Termine.

Ablauf Berufsreifeprüfung

Bei der Berufsreifeprüfung in Mathematik hast du effektiv 270 Minuten, das heißt 4,5 Stunden Zeit für die Prüfung. Das bedeutet, du hast genug Zeit, um alle Beispiele in Ruhe durchrechnen zu können und auch, um zwischendurch etwas zu essen, zu atmen und wenn nötig auch aufs WC gehen zu können.

Atmen ist im Übrigen hier die unterschätzte Komponente bei Prüfungen. Oft wenn wir angespannt sind, halten wir die Luft an und verkrampfen die Rücken- und Schultermuskulatur. Dein Gehirn benötigt jedoch ausreichend Sauerstoff, um optimal arbeiten zu können - was in Prüfungssituationen bei genauer Betrachtung wirklich wichtig wäre. Deshalb solltest du darauf achten, dass du nicht verkrampft bist und auch ruhig atmest. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht möglich sein, ruhig und tiefenentspannt in die Prüfung zu gehen, genauso wenig wird es erlaubt sein, zwischendurch die Yogamatte auszurollen und die Sonne zu grüßen. Deshalb benötigst du einen Plan, der auch im Sitzen am Tisch und zwischendurch gut funktioniert:

Um Schulter- und Rückenmuskulatur zu entspannen kann es helfen, sie maximal anzuspannen und dann nach ein paar Sekunden bewusst loszulassen. Mach das ein paar Mal hintereinander, um die gröbste Anspannung zu beseitigen. Außerdem kann es helfen, den Kopf leicht nach links und rechts zu neigen. Je nachdem wie (un)entspannt derjenige ist, der bei der Berufsreifeprüfung die Aufsicht, ist es jedoch weniger ratsam den Kopf nach links und rechts zu drehen. Dies würde natürlich die Verspannungen ebenfalls lockern, du kannst das jedoch nur auf dem Weg zum WC ungestraft machen.

Neben der Auslockerung der Muskulatur solltest du auch atmen. Wenn wir Stress haben (also ein Beispiel sehen, das wir nicht sofort verstehen), verändert sich unsere Atmung, wodurch ein Fluchtreflex optimal unterstützt wird. Weniger optimal wird mathematisches Denken unterstützt, weswegen Stressatmung unpraktisch ist. Das ist ein Teufelskreis, den du unbedingt durchbrechen solltest. Aus diesem Grund kannst du immer, wenn du bei einem Beispiel anstehst überprüfen, was dein Körper macht. Wenn du schnell und flach atmest, wechsle bewusst zu tiefen und entspannten Atemzügen in den Bauch. Damit entspannt sich dein Körper und auch dein Gehirn arbeitet in den Arealen, die du für deine Prüfung benötigst.

Wenn du übrigens mehr zum Thema Prüfungsangst und Blackouts lesen willst und vor allem wissen willst, wie man beides effektiv loswird, kannst du dir unsere Blogartikel zu diesen Themen durchlesen.

Voraussetzungen Berufsreifeprüfung

Um zu der Berufsreifeprüfung antreten zu können, muss zumindest eine der im Anschluss gelisteten Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Lehrabschlussprüfung nach dem Berufsausbildungsgesetz
  • Facharbeiterprüfung nach dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz
  • mindestens dreijährige mittlere Schule,
  • mindestens dreijährige Ausbildung nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz
  • mindestens 30 Monate umfassende Ausbildung nach dem Bundesgesetz über die Regelung des medizinisch-technischen Fachdienstes und der Sanitätshilfsdienste (MTF-SHD-G)
  • Meisterprüfung nach der Gewerbeordnung 1994
  • Befähigungsprüfung nach der Gewerbeordnung 1994
  • land- und forstwirtschaftliche Meisterprüfung nach dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz
  • Dienstprüfung gemäß Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 bzw. Vertragsbedienstetengesetz 1948 für eine entsprechende oder höhere Einstufung in die Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppen jeweils gemeinsam mit einer tatsächlich im Dienstverhältnis verbrachten Dienstzeit von mindestens drei Jahren nach Vollendung des 18. Lebensjahres,
  • erfolgreicher Abschluss sämtlicher Pflichtgegenstände in allen Semestern der 10. und 11. Schulstufe einer berufsbildenden höheren Schule oder einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung jeweils gemeinsam mit einer mindestens dreijährigen beruflichen Tätigkeit sowie erfolgreicher Abschluss aller Module über Pflichtgegenstände der ersten vier Semester einer berufsbildenden höheren Schule für Berufstätige oder einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung für Berufstätige,
  • erfolgreicher Abschluss eines gemäß Studienförderungsgesetz 1992 durch Verordnung des zuständigen Bundesministers genannten Hauptstudienganges an einem Konservatorium,
  • erfolgreicher Abschluss eines mindestens dreijährigen künstlerischen Studiums an einer Universität oder an einer Privatuniversität gemäß Universitäts-Akkreditierungsgesetz, für welches die allgemeine Universitätsreife mittels positiv beurteilter Zulassungsprüfung nachzuweisen war,
  • erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung zur Heilmasseurin/zum Heilmasseur gemäß dem Bundesgesetz über die Berufe und die Ausbildung zum medizinischen Masseur und Heilmasseur (MMHmG)
  • erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung in der medizinischen Fachassistenz gemäß Medizinische Assistenzberufe-Gesetz (MABG)
  • erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung in der Pflegefachassistenz gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG)

Wenn die Berufsreifeprüfung im Zuge einer Lehre mit Matura absolviert wird, ist das Mindestalter für den Abschluss der Berufsreifeprüfung 19 Jahre. Du kannst jedoch bereits maximal 3 Teilprüfungen vor Abschluss der Lehrausbildung ablegen. Das Ablegen von zumindest einer Teilprüfung vor Abschluss der Lehrausbildung ist auch wichtig für die Förderung der Kosten für die weitere Berufsreifeprüfung. Wenn du eine der Voraussetzungen erfüllst und nun wissen willst, wie du dich optimal auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten willst, findest du im Reiter links die Infos zu Vorbereitungskursen, Prüfungsstoff, der optimalen Vorbereitung, dem Notenschlüssel etc. Wenn du eine Frage hast zur Mathematik Berufsreifeprüfung, die wir hier nicht beantworten, kannst du auch gerne unserem Support schreiben.

Notenschlüssel Berufsreifeprüfung

Den Notenschlüssel der Berufsreifeprüfung Mathematik findest du üblicherweise auf der zweiten Seite des Prüfungsbogens. Es ist hierbei egal, ob du deine Punkte ausschließlich aus Teil A, ausschließlich aus Teil B oder aus beiden Teilen sammelst. Wie du in der nachfolgenden Tabelle siehst, kannst du bereits mit den jeweils 24 zu erreichenden Punkten aus Teil A oder Teil B positiv sein und würdest somit keinen einzigen Punkt aus dem jeweils anderen Teil benötigen für ein Genügend.

Erreichte Punkte Beurteilungsschlüssel
44 - 48 Sehr gut
38 - 43 Gut
31 - 37 Befriedigend
23 - 30 Genügend
0 - 22 Nicht genügend

Aus diesem Grund kannst du ganz beruhigt in die Berufsreifeprüfung gehen, denn selbst wenn du auf Beispiele stößt, bei denen du dich nicht oder nicht so gut auskennst, kannst du noch immer problemlos positiv sein. Du musst nur insgesamt auf 23 Punkte kommen, dh du brauchst nicht einmal sämtliche Punkte eines Teils. Wenn du also eine Aufgabenstellung liest, die du nicht sofort verstehst, atme tief durch, lies sie nochmals durch und sofern dir dann noch kein Licht aufgegangen ist, geh weiter zum nächsten Unterpunkt. Da alle Unterpunkte streng unabhängig voneinander lösbar sind, brauchst du dich nicht an die Reihenfolge halten. Du kannst natürlich auch frei wählen, mit welchem Beispiel du anfängst. Somit kannst du einfach das einfachste Beispiel auswählen und damit starten. Das gibt dir die Sicherheit, dass du bereits die ersten Punkte gesammelt hast und nicht mehr ganz so viele benötigst, um die Klausur zu bestehen.

Wenn du übrigens unter Blackouts bei Prüfungen leidest, kannst du dir unseren Blogartikel zum Thema Prüfungsangst und Blackouts durchlesen. Außerdem könnte der Blogartikel zu Mentaltraining für dich hilfreich sein. Hier erklären wir dir, wie du mit einfachen Übungen dein Gehirn in Stresssituationen austrickst und dich bereits im Vorfeld auf die Klausur emotional vorbereiten kannst.

Vorbereitung Kompensationsprüfung

Wenn die Berufsreifeprüfung in Mathematik nicht wie geplant gelaufen ist, fängt nun für dich die Vorbereitung auf die Kompensationsprüfung an. Zuerst sollte dir bewusst sein, dass zu deiner Kompensationsprüfung ausschließlich Aufgaben des Teil A Beispielformats kommen. Das heißt, du kannst sämtliche Teil B Aufgaben im nächstbesten Regal verstauben lassen, die brauchst du nicht mehr.

Die für dich wichtigen Themengebiete, die auf jeden Fall zur Kompensationsprüfung kommen und die du deshalb besonders gut und am besten in dieser Reihenfolge üben solltest, sind:

Für die optimale Vorbereitung auf die Kompensationsprüfung empfehlen wir dir, zuerst die Crashkurse anzusehen, um einen guten Überblick über alle wichtigen Details und Zusammenhänge zu erhalten. Sie zeigen dir von den Basics bis zum Maturaniveau alles, was du zu den Themengebieten wissen musst. Im Anschluss solltest du dir so viele Teil A Aufgaben wie möglich ansehen und immer mitrechnen. Bei den Crashkursen befinden sich bereits einige Teil A Aufgaben zu der jeweiligen Thematik. Diese sind nach Schwierigkeit sortiert, beginnend mit den einfachsten und endend mit den schwersten Beispielen. Am besten siehst du dir somit erst diese Teil A Aufgaben an, bevor du in den vollständigen Teil A Pool wechselst.

Wenn du dir die Aufgabenstellungen aller Teil A Aufgaben vom SRDP Aufgabenpool des Bundesministeriums für Bildung herunterladen willst, kannst du das direkt auf unserer Download Seite tun. Dort findest du die tagesaktuelle Version des Aufgabenpools mit allen Beispielen.

Ganz besonders wichtig in Prüfungssituationen ist es, keine Panik zu haben. Wenn du also unter Prüfungsangst leidest, solltest du unbedingt in der Vorbereitung auch diese Problematik angehen. Wir haben dir hierfür zwei Blogartikel hochgeladen, die sich mit Prüfungsangst, Blackouts und Mentaltraining als Möglichkeit beides in den Griff zu bekommen, beschäftigen.

Kompensationsprüfung Ablauf

Bei deiner Kompensationsprüfung Mathematik erhältst du 3 Teil A Beispiele und sollst diese innerhalb von 30 Minuten vorbereiten. Die Prüfungsaufgaben sind wie bei der Berufsreifeprüfung auch immer streng unabhängig voneinander lösbar. Das bedeutet, dass du dir die Reihenfolge aussuchen kannst, aber auch, dass du nicht auf Ergebnisse vom ersten Beispiel angewiesen bist, um das zweite zu rechnen. Wie auch bei der Zentralmatura darfst und sollst du technische Hilfsmittel verwenden. Das bedeutet, dass du deinen TI-Nspire, TI 82 / 83 / 84, Geogebra oder dein CASIO ClassPad 2 bei der Prüfung einsetzen darfst und sollst.

Wenn die Vorbereitungszeit abgelaufen ist, folgt die mündliche Prüfungszeit, die maximal 25 Minuten betragen darf. In diesen 25 Minuten findet das Prüfungsgespräch statt, in dem du deine Rechengänge und Ergebnisse präsentierst. Hier ist ganz besonders wichtig, dass du weißt, warum du etwas so gerechnet hast. Deshalb ist es ratsam bereits in der Vorbereitung auf die Kompensationsprüfung zu hinterfragen, wieso der Rechengang so geht, weswegen du diese Formel verwendest etc. In all unseren Tutorials findest du alle Erklärungen, die du dafür benötigst und jedes einzelne Beispiel ist Schritt für Schritt erklärt, damit du auch ganz genau weißt, wie die Gedankengänge sind. Damit du auch über Zusammenhänge Bescheid weißt und vor allem einen sehr guten Überblick über die Themengebiete erhältst, solltest du unbedingt alle Crashkurse zu deinen Prüfungsthemen ansehen. Damit bist du top vorbereitet auf die Kompensationsprüfung und es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Mündliche Prüfungen haben oft ein ganz anderes Stresslevel als schriftliche, da Fragen gleich beantwortet werden müssen und nicht auf später verschoben werden können. Bitte denk daran, dass die Prüfer*innen bei der Kompensationsprüfung versuchen werden, dich zu unterstützen und kein Interesse daran haben, dich durchfallen zu lassen. Versuch also ganz tief und langsam durchzuatmen bevor deine Prüfung beginnt (dein Gehirn braucht den Sauerstoff) und die Prüfer*innen als deine Mitspieler*innen in einem Mathe - Activity zu sehen. Sie brauchen die richtigen Worte von dir, um dir die Punkte geben zu können und sie werden alles tun, was sie dürfen, um die richtige Antwort von dir zu bekommen. Wenn du mit Blackouts zu kämpfen hast und du noch nicht unsere Blogartikel zu Prüfungsangst und Mentaltraining gelesen hast, lies dir diese beiden Artikel am besten gleich durch. Sowohl Blackouts als auch Prüfungsangst im Generellen sind mit etwas Übung gut in den Griff zu kriegen.

Kompensationsprüfung Benotung

Bei deiner Mathematik Kompensationsprüfung kannst du insgesamt 12 Punkte sammeln. Um positiv zu sein, benötigst du mindestens 7 Punkte – mit 7 Punkten bist du jedoch ausschließlich bei der Kompensationsprüfung garantiert positiv, das Ergebnis deiner Mathematik Berufsreifeprüfung kann immer noch negativ sein! Wie uns das Bildungsministerium in einem Gespräch mitgeteilt hat, muss bei einem Genügend in der Kompensationsprüfung von der Kommission entschieden werden, ob die Leistung insgesamt (Zentralmatura und Kompensationsprüfung in Kombination) ausreicht für das Bestehen der BRP. Das bedeutet, dass auch mit einem Genügend in der Kompensationsprüfung ein "Nicht genügend" als Endnote bestehen bleiben kann und du nochmal zur Berufsreifeprüfung antreten musst. Dies ist meist abhängig von den Punkten, die du in der Zentralmatura gesammelt hast in Kombination damit, wie knapp oder souverän du das Genügend bei der Kompensationsprüfung schaffst. Sobald du jedoch ein "Befriedigend" bei der Kompensationsprüfung schaffst, bist du sicher positiv in der Gesamtwertung und du erhältst ein "Genügend" in der Zentralmatura. Mit einem "Gut" oder "Sehr gut" kannst du sogar ein "Befriedigend" in der Gesamtwertung erhalten, eine bessere Note ist jedoch nicht möglich. Der Notenschlüssel für die Kompensationsprüfung BRP sieht folgendermaßen aus:

erreichte Punkte Beurteilung der mündlichen Kompensationsprüfung
12 Sehr gut
11 Gut
9 - 10 Befriedigend
7 - 8 Genügend
0 - 6 Nicht genügend

Nachdem du auf die Kompensationsprüfung lernst, ist die Berufsreifeprüfung im ersten Anlauf nicht ganz so gut gelaufen. Vermutlich ist bei dir eigentlich schon die Luft raus und gleichzeitige der Stress und Druck, die BRP jetzt mit der Kompensationsprüfung zu schaffen enorm. Wir sehen jedes Jahr Leute, die bereits für die Berufsreifeprüfung gut gelernt haben und trotzdem nicht ausreichend Punkte sammeln konnten. Wir sehen genau diese Leute beim Lernen auf die Kompensationsprüfung wieder bei Null mit unseren Crashkursen starten und wie ihnen plötzlich Knoten im Kopf und Lichter aufgehen. Sie schaffen auf einmal Beispiele, bei denen sie noch eine Woche davor nicht wussten, wie sie überhaupt starten sollen.

Unser Gehirn braucht immer eine gewisse Zeit, um Verbindungen (Synapsen) herzustellen und diese Zeit kann man leider nicht abkürzen. Manchmal sind nur Tage zwischen der komplett misslungenen BRP und der absoluten Mathe-Erleuchtung. Wichtig ist, dass du all deine Kraft und deinen Fokus zusammennimmst und dich ein letztes Mal hinsetzt und lernst. Wir motivieren dich gerne auf jedem Schritt deines Weges, weiterzumachen und nicht aufzugeben und das ist genau das, was dich am Ende bestehen lassen wird.

Die meisten erfolgreichen Menschen waren nicht beim ersten Versuch erfolgreich, die berühmte Erfindung der Glühbirne hat nahezu 9.000 Versuche gebraucht und bereits nach den ersten 1.000 Versuchen wurde von Edisons Mitarbeitern von einem kompletten Fehlschlag gesprochen. Lass dich also nicht unterkriegen, wenn du bei der Berufsreifeprüfung nicht sofort erfolgreich warst und auch nicht, wenn es dein 2. oder 3. Versuch ist. Der Unterschied zwischen jemandem, der gescheitert ist und jemandem, der erfolgreich ist, ist dass zweiterer solange weitermacht, bis er Erfolg hat. Jeder Fehlschlag zeigt ihm einen Weg, der nicht funktioniert und lehrt ihn mehr als jeder Erfolg es je könnte. Wenn du also nicht aufhörst zu lernen und zu probieren, wirst du erfolgreich sein - und das garantiert vor dem 9000sten Versuch ;)